Waldbaden und Meeresluft – Wie heilsam die Natur für uns ist

Sommer ist Urlaubszeit und das bedeutet für die meisten: Raus aus dem Büro, ab an den Strand! Häufig wird während des Urlaubs leider zugunsten von Städtetrips und Co. auf die heilsamen und vor allem erholsamen Effekte der Natur verzichtet. Es lohnt sich allerdings, einmal gezielt einen Natururlaub zu planen. Dafür muss man nicht einmal in den Flieger steigen: Wälder, Berge, Strände und mehr gibt es auch bei uns und die heilsamen Effekte des Aufenthalts in der Natur sind kostenlos und in jedem Fall postiv. Wo genau Sie also Ihren Urlaub planen und Ihre Seele einfach baumeln lassen sollten, erfahren Sie hier!

Der Wald als Medizin

Das Grün der Bäume, die kühle Luft, ein dezenter Duft nach Kiefern und Moos, harmonisches Vogelzwitschern und ein leise plätschernder Bach. Sind Sie jetzt schon entspannt? Kein Wunder- der Wald hat eine enorm wohltuende und sogar heilsame Wirkung auf uns. Nur wenige Minuten eines bewussten Aufenthaltes im Wald führen bereits zu einer signifikanten Reduktion des Blutdrucks, der Herzfrequenz und damit einer verminderten Adrenalinausschüttung. Der Stresspegel sinkt rapide ab – man wird zufrieden und glücklich. Ursächlich dafür sind vermutlich Phytonzyden, die antiobiotisch wirksamen Substanzen aus Pflanzen, z.B. Ätherische Öle. Diese wirken tatsächlich wie Antibiotika und schützen uns vermutlich vor Krankheiten wie das Lungenleiden COPD, Krebs oder  chronischen Gelenkschmerzen. Zudem sorgen die negativ geladenen Ionen, welche aus den grünen Blättern in die Luft gelangen, für einen belebenden Schub und versetzen uns in positve Stimmung.  Auch der Sauerstoffgehalt und die geringe Dichte an Staubteilchen in der Luft sorgen für den gesundheitlichen Effekt. Ruhe und Entschleunigung vom Alltag setzen dem Ganzen noch die (Baum-) Krone auf. 🙂

 

Meer stärkt Körper und Seele

Alles Leben kommt aus dem Meer und es ist nicht verwunderlich, dass Meereswasser auf verblüffende Weise in seinem Verhältnis von Mineralstoffen und Spurenelementen dem menschlichen Blutserum ähnelt. Da ist es nicht überraschend, dass ein längerer Aufenthalt am Meer gegen häufige Leiden Linderung verschafft. Ärzte verschreiben bei Neurodermitis und anderen Hautleiden häufig eine Kur an der Küste. Auch bei Problemen mit der Schilddrüse, Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen wirkt die Meeresluft beruhigend und heilend. Gesundheitsfördernd wirken am Meer besonders die maritimen Aerosole. Die salzhaltigen Meerwassertröpfchen in der Luft werden eingeatmet und können bis in die Lungenbläschen vordringen. Dort kann Schleim aus den Atemwegen gelöst werden, Sie können besser durchatmen. Auf der Haut lagern sich die hilfreichen Salz- Jod und Magnesiumteilchen auch an und wirken entzündungshemmend, beruhigend und hauterneuernd. Die Haut wird glatter und weicher. Jod sorgt außerdem für eine bessere Wundheilung. Der wohltuende Effekt ist am höchsten, je näher Sie der Brandungszone des Meeres sind.

 

Auch auf unsere Psyche hat das Meer einen beruhigenden und heilenden Effekt. Laut empirischer Studien, sind es im Urlaub immer die Erlebnisse in der Natur (Strandspaziergang mit Sonnenuntergang, Dünen-Erkundungstour, Meeresrauschen im Hintergrund während man ein Buch liest, eine Bootsfahrt….) die auch noch Jahre später für Glücksmomente sorgen und uns auch während des Urlaubs am meisten entspannen. Das Meer bietet den absoluten Kontrast zu den Orten an denen wir uns ansonsten täglich aufhalten: überfüllte U-Bahnen, lärmende Straßen, Büroräume mit künstlichem Licht und die eigenen Vier-Wände. Nachweislich reduzieren gleichmäßiges Meeresrauschen, dezente Möwenrufe und der Anblick von ruhigen Landschaften den Stresspegel auf ein Minimum. Auch wer unter Schlafstörungen oder depressiven Verstimmungen leidet, dem helfen Meer und Sandstrand.

Zu guter Letzt, sind der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchte essentiell für den Menschen. Omega-3 Fettsäuren wie DHA und EPA sind nur dort enthalten und  Vorraussetzung für ein funktionierendes Gehirn und gute Laune :). Wer vegan lebt, bekommt all das auch aus Algen.

Raus in die “echte” Welt!

Der Grund für die Auswirkungen von Meer und Wald auf unser Gemüt liegt in unserem angeborenen Drang zur Natur. Evolutionär gesehen sollten wir täglich durch Wälder streifen und uns mit Fischfang und Beerensuche, statt in unnatürlicher Sitzhaltung vor Bildschirmen beschäftigen. Wir leiden unter der Reizüberflutung der künstlichen Welt in der wir leben. Reizintensive Umgebungen führen schnell zu einem Gefühl der Erschöpfung.  Dies geschieht lange Zeit unbemerkt, erst wenn wir endlich erholende Stunden in der Natur verbringen, merken wir, das etwas anders, besser ist. Doch gönnen wir uns diese Erholung leider viel zu selten. dabei ist es gar nicht so schwer: Versuchen Sie, wenn Sie Zeit haben, jeden Tag ein bisschen Natur zu “tanken”, sei es durch einen 10 Minuten Parkspaziergang, einen Tag am See oder eine abendliche (und aufmerksame) Joggingrunde. Allein das Betrachten grüner Blätter und Gräser beruhigt uns nachweislich. Man geht heute davon aus, dass uns Gräser und Wiesen an den menschlichen Ursprungort Savanne erinnern. Diese Urlandschaft bot den ersten Menschen den perfekten und sichersten Lebensraum, weshalb es evolutionär gesehen Sinn macht, dass wir uns im Grünen wohl fühlen. Unsere Gene sind noch lange nicht an ein Leben in Stadt und 2-Zimmer Wohnung angepasst, wir fühlen uns (unbewusst) sehr zu Wald, Wiese und Meer hinzugezogen.

Echte Wellnessoasen müssen Sie also nicht in teuren Hotels oder in fernen Ländern suchen. Sie befinden sich überall und sind kostenlos! Allein das bewusste “Eintauchen” in den Wald beschert nach wenigen Minuten Entspannung. Denken Sie beim nächsten Urlaub daran, möglichst naturnah zu reisen und Sie werden garantiert erholt zurückkommen!

 

 

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